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Wind, Wellen und Strömungen haben einen großen Einfluss auf den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung von Offshore-Windparks. RWE Innogy und die Betreiber des Offshore-Windparks Eneco Luchterduinen haben sich zusammengetan, um eine neue Offshore-Messboje zu testen, die gestern vor der niederländischen Nordseeküste installiert wurde. Die Boje, die über einen sechsmonatigen Zeitraum getestet wird, wurde in der Nähe des bereits bestehenden Messmastes IJmuiden von RWE Innogy ausgesetzt, ungefähr 75 Kilometer westlich von IJmuiden im Gebiet des geplanten Windparks Tromp Binnen. Die schwimmende Plattform mit einem Durchmesser von 2,8 Metern und einem Gewicht von rund 1,7 Tonnen sammelt Wind-, Strömungs-, Wellen- und Witterungsdaten. Die Auswertung erfolgt durch einen unabhängigen Datenanalysten. Mit den Ergebnissen wird im Sommer 2014 gerechnet. Zusätzliche finanzielle Unterstützung erhält das Projekt im Rahmen von FLOW (Far and Large Offshore Wind), einem Forschungs- und Entwicklungs-programm, das vom niederländischen Wirtschaftsministerium gefördert wird.

“Wind- und Wellendaten sind für die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von Offshore-Windparks von erheblicher Bedeutung. Mit Hilfe von mobilen Systemen zur präzisen Bewertung von Windressourcen lassen sich die Messmethoden verbessern und somit letztendlich auch die Kosten für Offshore-Windprojekte reduzieren,“ so Ruben Dijkstra, Direktor des Bereichs Wind Offshore bei Eneco. „Nach der sechsmonatigen Testphase wollen wir die Messboje in unserem Offshore-Windpark Eneco Luchterduinen für die Dauer von mindestens einem Jahr während der Bauphase einsetzen.“

Ziel des Forschungsprojektes ist, eine kostengünstige Offshore-Messalternative zu den kostspieligen, fest installierten Messmasten zu identifizieren. Deshalb werden die von der Messboje erfassten Informationen mit denen des Messmastes IJmuiden verglichen. Die Boje verfügt über ein sogenanntes „LiDAR“ (Light Detection And Ranging) –System, eine laserbasierte Technik zur Fernmessung von Windgeschwindigkeit und -richtung. Eine solche Boje (SEAWATCH Wind LiDAR Buoy) kostet nur etwa 10 bis 20 Prozent eines konventionellen Messmastes und trägt damit erheblich zu einer Reduzierung der Entwicklungskosten von Offshore-Windparks bei.

„Für RWE Innogy ist es das dritte Test- und Validierungsprojekt dieser Art. Die ersten beiden Tests wurden im Baufeld unseres Offshore-Windparks Gwynt y Môr in Großbritannien durchgeführt. Wir wollen den Nachweis erbringen, dass Offshore-Messbojen eine zuverlässige, präzise und kostengünstige Alternative für die Messung von Daten unter anspruchsvollen Offshore-Bedingungen über einen längeren Zeitraum darstellen“, erklärt Niels Bijkersma, Projektmanager bei RWE Innogy, und fügt hinzu: „Wir wollen die Entwicklung dieser Messbojen-Technik weiter vorantreiben und freuen uns, den Messmast IJmuiden zu diesem Zweck zur Verfügung stellen zu können.“

Lasse Lønseth, Projektmanager bei Fugro OCEANOR, ergänzt: „Für uns war die Entwicklung einer multifunktionalen Boje zur Erstellung von Wind-, Wellen- und Strömungsgeschwindigkeitsprofilen sehr wichtig. Wir haben bereits verschiedene Optionen getestet und sind überzeugt, dass die hier eingesetzte Boje das Beste aller Alternativen in sich vereinigt.“

Die Offshore-Industrie kann von dem Forschungsprojekt vielfach profitieren: Genauere Kenntnisse über Lasten und Wirbelströmungen helfen bei der optimaleren Ausgestaltung und Anordnung eines Offshore-Windparks. Offshore-Messbojen sind vielseitig einsetzbar: Windressourcen können bewertet, Offshore-Bedingungen erfasst, die Windanlagenleistung getestet und optimiert werden. Darüber hinaus lassen sich die Bojen leicht transportieren und können über ihre gesamte Lebensdauer mehrere Messmasten ersetzen.

Quelle: RWE Innogy

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