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Unternehmerisches Energiemanagement hilft, Kosten langfristig zu senken

Mehr Betriebe denn je rechnen in Naher Zukunft in Deutschland mit stark steigenden Strompreisen. Das ergab eine Umfrage unter 250 Unternehmen des produzierenden Gewerbes im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena)*. So gehen 86 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass die Strompreise in den kommenden zwei Jahren ansteigen werden. 24 Prozent der Unternehmen rechnen sogar mit stark steigenden Strompreisen. In einer vergleichbaren Umfrage 2009 gingen 76 Prozent der Unternehmen von einem Strompreisanstieg aus. Gleichzeitig erkennen immer mehr Unternehmen, wie wichtig Energieeffizienz ist, um Energiekosten zu senken und damit Wettbewerbsvorteile am Markt zu erschließen: So investieren aktuell 37 Prozent der befragten Unternehmen in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. 2009 lag dieser Anteil noch bei 31 Prozent.

Große Unternehmen können durch ein unternehmensweites Energiemanagement ihren Energieeinsatz detailliert erfassen und dann systematisch senken. Kleinen und mittleren Unternehmen stehen oftmals deutlich weniger Ressourcen bei der Umsetzung eines Energiemanagements zur Verfügung. Für diese Unternehmen lohnt es sich, zunächst mit einem Energiecontrolling die Energieverbräuche und -kosten kontinuierlichen zu erfassen und zu überwachen. Bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen können kleine und mittlere Unternehmen dann auf die Hilfe eines Energieberaters zurückgreifen. Das Energiecontrolling lässt sich bei Bedarf zu einem kompletten Energiemanagementsystem ausbauen. Die Initiative EnergieEffizienz der dena unterstützt Unternehmen aus Industrie und Gewerbe mit einem Handbuch und einem Online-Tool unter www.industrie-energieeffizienz.de/energiemanagement.html  beim Aufbau eines betrieblichen Energiemanagements.

Laut dena-Umfrage hat jedes fünfte Unternehmen ein betriebliches Energiemanagement umgesetzt. Allen voran große Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern: Hier senken bereits mehr als die Hälfte aller Betriebe mit Hilfe eines Energiemanagements systematisch Energieverbrauch und -kosten. Lediglich 14 Prozent (Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern) bzw. 26 Prozent (Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern) der kleinen und mittleren Unternehmen verfügen hingegen über ein Energiemanagementsystem.

Die Initiative EnergieEffizienz ist eine Kampagne der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

*Im Auftrag der Initiative EnergieEffizienz befragte die mindline energy GmbH von Oktober bis November 2011 insgesamt 250 technische und wirtschaftliche Entscheidungsträger von Unternehmen aus Industrie und produzierendem Gewerbe zur Bedeutung von Energieeffizienz.

Quelle: dena

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